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Was musst du als Handwerker pro Stunde wirklich nehmen?

Berechne deinen echten Stundenverrechnungssatz in 60 Sekunden — inklusive Werkzeug, Versicherung, Krankheit und Urlaub. Sieh sofort, welcher Preis dich am Leben hält und welcher dich arm macht.

Deine Daten

Einkommen & Sozialversicherung
€/Jahr
Was du im Jahr verdienen möchtest, bevor Sozialabgaben und Steuern abgezogen werden.
Krankenversicherung, Rente, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung plus Umlagen. Default 22 % entspricht einem Angestellten.
Betriebskosten (pro Jahr)
€/Jahr
Wert deiner Werkzeuge geteilt durch Lebensdauer. Bei 10.000 € Werkzeug und 5 Jahren Nutzung sind das 2.000 €/Jahr.
€/Jahr
Berufshaftpflicht, Berufsgenossenschaft, Inhalts-, Betriebs-Haftpflicht etc.
€/Jahr
Miete, Strom, Internet, Telefon, KFZ-Steuer und Versicherung, Sprit, Wartung — alles was du im Hintergrund zahlst.
€/Jahr
Meisterkurse, Schulungen, Buchhaltungs- und Handwerks-Software, Verbandsbeiträge.
Produktive Zeit
Stunden pro Tag, die du tatsächlich verkaufst. Der Rest geht für Anfahrt, Angebote, Buchhaltung drauf. Realistisch sind 5 bis 6 Stunden.
Tage
365 minus Wochenenden (104), Urlaub (~25) und Feiertage (~11) = etwa 225. Bei viel Krankheit oder Akquise eher 200-215.
Gewinn
Aufschlag auf die Selbstkosten für Investitionen, Rücklagen und Wachstum. 10 bis 20 % sind üblich und gesund.
Dein Verkaufs-Stundensatz
73
netto pro produktiver Stunde
Aufschlüsselung
Jahresgehalt + AG-Anteile 67.100 €
Betriebskosten gesamt 15.000 €
Vollkosten pro Jahr 82.100 €
Produktive Stunden pro Jahr 1.210 h
Selbstkosten pro Stunde 68 €
+ Gewinn-Aufschlag 10 €
= Verkaufs-Stundensatz 78 €
Dein Stundensatz liegt im üblichen Bereich für Handwerker (55 bis 95 €/h netto).
Stundensatz automatisch in jedes Angebot

In Awerka trägst du diesen Wert einmal ein. Bei jedem Angebot, jeder Rechnung und jeder Zeit-Erfassung wird er automatisch angewendet — du musst nichts mehr manuell rechnen.

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So funktioniert die Berechnung

Der größte Fehler vieler Selbstständiger: Sie rechnen ihr Wunsch-Gehalt durch die Anzahl der Arbeitsstunden im Jahr und denken, das wäre ihr Stundensatz. In Wahrheit fehlen dabei drei wesentliche Bausteine, die deinen Stundensatz nach oben treiben:

1. Vollkosten statt Brutto-Gehalt

Dein Brutto-Gehalt ist nur ein Teil dessen, was du wirklich kostest. Als Angestellter zahlt der Arbeitgeber zusätzlich rund 22 % auf dein Brutto für die Sozialversicherung. Als Selbstständiger zahlst du diese Beiträge entweder selber (Krankenversicherung, Altersvorsorge) oder du musst sie als Aufschlag im Stundensatz einkalkulieren.

2. Betriebskosten verteilen

Werkzeug, Versicherungen, KFZ, Büro, Software, Weiterbildung — all das musst du aus deinem Stundensatz finanzieren. Eine Berufshaftpflicht kostet 1.500 €/Jahr, ein Transporter 5.000 €/Jahr, Werkzeug-Abschreibung 3.000 €/Jahr. Zusammen schnell 10.000 bis 15.000 € Fixkosten, die auf deine produktiven Stunden umgelegt werden müssen.

3. Nur produktive Stunden zählen

Du arbeitest vielleicht 8 Stunden am Tag — aber davon sind nur 5 oder 6 verkaufbar. Anfahrtszeiten, Angebote schreiben, Materialbestellungen, Buchhaltung, Akquise und Telefon sind nicht abrechenbar. Dazu kommen Krankheit, Urlaub, Schulungstage und Feiertage. Wer das ehrlich kalkuliert, landet bei realistischen 1.000 bis 1.400 produktiven Stunden pro Jahr — statt der theoretischen 1.760.

4. Gewinn ist Pflicht, kein Luxus

Wer ohne Gewinn-Aufschlag kalkuliert, baut keine Rücklagen für Investitionen, neue Werkzeuge oder Auftragsflauten auf. 10 bis 20 % Aufschlag auf die Selbstkosten sind das Minimum — damit dein Betrieb wächst statt nur überlebt.

Wichtiger Hinweis: Der berechnete Wert ist dein netto Verkaufs-Stundensatz. Auf der Rechnung kommt noch 19 % Umsatzsteuer dazu. Bei Privatkunden ist also der Brutto-Betrag der relevante Wert für den Vergleich mit Wettbewerbern.

Häufige Fragen zum Stundensatz

Realistische Stundensätze liegen je nach Gewerk und Region zwischen 55 und 95 € pro Stunde netto. SHK, Elektro und Heizungsbau bewegen sich oft im oberen Drittel (70 bis 95 €), Maler und allgemeines Bauhandwerk eher bei 55 bis 75 €. Der echte Wert hängt aber stark von deinen Vollkosten ab, nicht vom Marktdurchschnitt — der Rechner oben zeigt dir deinen individuellen Wert.

Weil du nicht jede Stunde verkaufst, die du arbeitest. Krankheit, Urlaub, Schulung, Akquise und Verwaltung kosten dich Zeit, ohne dass jemand sie bezahlt. Außerdem hast du laufende Kosten — Werkzeug, Versicherungen, Büro, KFZ — die alle aus deinem Stundensatz finanziert werden müssen. Wer nur Gehalt durch Stunden rechnet, arbeitet sich systematisch arm.

Bei Selbstständigen im Handwerk sind 5 bis 6 Stunden pro 8-Stunden-Arbeitstag realistisch. Der Rest geht für Anfahrt, Angebots-Erstellung, Materialbestellung, Buchhaltung und Telefon drauf. Wer ehrlich mit sich ist, plant lieber 5 Stunden ein als 7.

10 bis 20 % Gewinn-Marge sind üblich und gesund. Darunter erwirtschaftest du keine Rücklagen für Investitionen oder schlechte Zeiten. Bei sehr stabilem Auftragsstand kannst du auch mit 10 % leben, bei unsicherer Auftragslage solltest du 20 % kalkulieren.

Der berechnete Verkaufs-Stundensatz ist dein Minimum. Jedes Angebot, jede Rechnung sollte mindestens diesen Wert für deine Arbeitszeit enthalten. In Tools wie Awerka legst du den Wert einmal als Standard-Stundensatz ab — dann übernimmt das System ihn automatisch in Angebote und Rechnungen, du musst nichts mehr manuell rechnen.

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