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Was kostet ein Mitarbeiter wirklich?

Brutto-Gehalt täuscht. Krankheit, Urlaub, Arbeitgeber-Anteile und Arbeitsplatz machen aus 20 Euro Brutto schnell 40 Euro echte Kosten pro Stunde. Rechne es ehrlich nach.

Mitarbeiter-Daten

Gehalt
€/Monat
Das vereinbarte Brutto-Gehalt vor Abzügen. 12 Monatsgehälter ergeben das Jahresgehalt.
Krankenversicherung, Rente, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung plus Umlagen U1/U2. Default 22 % entspricht einem regulär Angestellten.
Arbeitszeit
h/Woche
Vollzeit üblicherweise 38-40 h, Teilzeit entsprechend weniger.
Üblich 25-30.
Schnitt DE: 12-15.
Default 5 Tage.
Arbeitsplatz
€/Jahr
PC, Software, Werkzeug, Berufskleidung, anteilige Miete, Mobiltelefon. Büro 1.500-2.500 €, Handwerk 3.000-5.000 €.
€/Jahr
Schulungen, Zertifizierungen, Bücher, externe Trainings.
Echte Stundenkosten
38
pro produktive Stunde
Brutto-Stundenlohn wäre nur
20
Aufschlag: +88 %
Aufschlüsselung Vollkosten
Brutto-Jahresgehalt 42.000 €
+ AG-Anteile (22 %) 9.240 €
+ Arbeitsplatz & Weiterbildung 3.500 €
= Vollkosten pro Jahr 54.740 €
Produktive Stunden/Jahr 1.432 h
= Echte Stundenkosten 38 €
Empfohlener Verkaufs-Stundensatz: 60-75 €
Mindestens 1,5× bis 2× echte Kosten — sonst kein Gewinn für Akquise, Verwaltung und Wachstum.
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In Awerka legst du diesen Wert als internen Stundensatz pro Mitarbeiter ab. Bei jedem Projekt siehst du dann sofort: Was kostet es vs. was bringt es?

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Warum Brutto-Stundenlohn täuscht

Wer das Brutto-Monatsgehalt durch die Monatsstunden teilt, bekommt eine schöne, aber falsche Zahl. Die echte Stundenkosten-Rechnung muss vier Dinge dazurechnen:

1. AG-Anteile (rund +22 %)

Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und diverse Umlagen (U1 Krankenstand, U2 Mutterschutz, Insolvenzgeld). Diese Beiträge zahlst du als Arbeitgeber zusätzlich oben drauf — der Mitarbeiter sieht sie nicht auf seiner Gehaltsabrechnung, du als Chef aber jeden Monat auf der Lohnsteuer-Anmeldung.

2. Bezahlte Fehlzeiten

Urlaub, Krankheit, Feiertage und Schulungstage werden bezahlt, aber produktiv nichts verkauft. Bei 30 Tagen Urlaub, 12 Tagen Krankheit, 11 Feiertagen und 5 Schulungstagen kommst du auf 58 Fehl-Tage — das sind 22 % aller Arbeitstage. Bei 1.840 theoretischen Jahresstunden bleiben nur ~1.430 produktive Stunden übrig.

3. Arbeitsplatz-Kosten

Jeder Mitarbeiter braucht einen Arbeitsplatz: PC, Software, Werkzeug, Berufskleidung, anteilige Miete, Mobiltelefon, Berufshaftpflicht. Im Büro kommen leicht 1.500-2.500 € pro Jahr zusammen, im Handwerk eher 3.000-5.000 €.

4. Weiterbildung & Equipment

Schulungen, Zertifizierungen, neue Werkzeuge, externe Trainings. Wer hier spart, verliert mittelfristig den Anschluss — und Mitarbeiter, die sich nicht weiterentwickeln können, sind die ersten die kündigen.

Praxis-Tipp: Multipliziere die echten Stundenkosten mit mindestens 1,5 für deinen Verkaufs-Stundensatz. Mit dem Aufschlag deckst du Akquise, Verwaltung, Investitionen und Gewinn ab. Bei einem Mitarbeiter, der dich 38 €/h echt kostet, solltest du 60-75 €/h verkaufen.

Häufige Fragen

Weil dein Mitarbeiter nicht jede bezahlte Stunde tatsächlich produktiv arbeitet. Bezahlt werden auch Urlaub, Krankheit, Schulungen und Feiertage — produktiv aber nur die Tage dazwischen. Zusätzlich zahlst du etwa 22 % Sozialabgaben oben drauf und finanzierst Arbeitsplatz, Werkzeug und Software. Aus 20 € Brutto werden so schnell 38 oder 40 € echte Stundenkosten.

Üblicherweise rund 22 % vom Brutto-Gehalt: Krankenversicherung etwa 8 % (paritätisch), Rentenversicherung etwa 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Pflegeversicherung 1,8 % (Kinderlose mehr) plus Umlagen U1 (Krankenstand) und U2 (Mutterschutz) sowie Insolvenzgeld-Umlage. Bei Mini-Jobs fallen pauschale 30 % an. Bei Auszubildenden teilweise reduzierte Sätze.

Der Bundesdurchschnitt liegt bei etwa 12-15 Krankheitstagen pro Jahr und Mitarbeiter (Quelle: TK, AOK). Im Handwerk und in körperlich anspruchsvollen Berufen oft höher (15-18 Tage), in reinen Bürojobs etwas niedriger (10-12 Tage). Plane lieber etwas mehr ein als zu wenig — Krankheit ist nicht planbar, aber sicher.

Stark abhängig vom Job. Im Büro: rund 1.500-2.500 € pro Jahr und Mitarbeiter (Schreibtisch, PC, Software, anteilige Miete). Im Handwerk: 3.000-5.000 € (Werkzeug, Berufskleidung, anteiliges Fahrzeug, Schulungen). Vergiss nicht Mobiltelefon, Berufshaftpflicht und Berufskleidung — das summiert sich.

Mindestens 1,5× die echten Stundenkosten, besser das Doppelte. Sonst hast du keine Reserven für Akquise, Verwaltung, Investitionen und Gewinn. Wer den Mitarbeiter für 38 € echten Stundenkosten zu 45 € verkauft, verbrennt Geld. 60-80 € Verkaufspreis wäre angemessen. In Awerka kannst du den internen Stundensatz pro Mitarbeiter hinterlegen und sofort sehen, ob Projekte profitabel laufen.

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